Hildesheimer Straße

Bezeichnet eine alte Straßenverbindung von Alfeld in Richtung Langenholzen über Wernershöhe (Holzer Weg) nach Hildesheim.


Bis 1930

Dieses Haus, Hildesheimer Straße / Ecke Eimser Weg ist oft Motiv für Aufnahmen gewesen. Im Laufe der Jahre waren hier verschiedene Geschäfte ansässig. Heute ist hier die Nord-Apotheke untergebracht

Im Jahre 1908 war in dem Gebäude ein Materialwarengeschäft untergebracht

Das Foto zeigt die Hildesheimer Straße in die andere Richtung und stammt aus dem gleichen Jahr. Im Hintergrund ist die Kuhlmannsche Villa zu erkennen

Eine Straßenszene gegenüber des alten Friedhofs. Auch aus dem Jahr 1908

Dieses Bild stammt aus der zweiten Dekade des 20.Jahrhunderts. Es zeigt die Hildesheimer Straße in Richtung Langenholzen. Links ist die Einfahrt zum Eimser Weg zu erkennen

1918

Szene aus dem Jahr 1925. Im Bild rechts kann man das spätere Bismarck-Eck und die Einfahrt zur Bismarckstraße erkennen


Abriss und Neubau Hildesheimer Straße Nr. 82 – Haus Toben


Bis 1960:

1950er Jahre, Haus der gemeinnützigen Kreiswohnungsbaugesellschaft Ecke Stiegkamp

1950er Jahre, Blickrichtung Kuhlmannsche Villa bzw. Gudewillstraße

1958: Altes Gesundheitsamt und Kuhlmannsche Villa


Die 60er Jahre:

Kreuzung Hildesheimer Straße, Holzer Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße im Jahre 1960

Gebäude von „Kork-Meyer“ in den 1960er Jahren. Siehe dazu auch hier:

Die Kreissparkasse Nord in den 1960er Jahren

1960er Jahre, Blick über den heutigen Friedhof und Hildesheimer Straße in Richtung neues Krankenhaus

Hildesheimer Ecke Kaiser-Wilhelm-Straße 1960er, aufgenommem aus der Holzer Straße

1963 – Redrennfahrer – noch ohne Zebrastreifen

Kreuzung Hildesheimer / Holzer Straße im Jahre 1964 mit Blick auf das alte Gesundheitsamt bzw. Lemmersche Villa

1964 – Entspanntes beobachten – heute undenkbar


Bild oben:

Interessanter Blick über die Hildesheimer Straße hinweg in Richtung Kuckuck im Jahr 1967. Das Gymnasium ist noch nicht gebaut, der Friedhof noch nicht erweitert, auf der Hildesheimer Straße so gut wie kein Autoverkehr. Muss wohl ein Sonntag sein.


Der Berliner Stein

Der Berliner Stein an der Hildesheimer Straße Ecke Kaiser-Wilhelm Straße ist lebendige Geschichte.
So erinnert er uns unmissverständlich an den 17. Juni 1953, dem Tag des ersten Volksaufstandes im Machtbereich der Sowjetunion überhaupt und eines der Schlüsselereignisse, die den Gang der deutsch-deutschen Geschichte bis zur Einheit im Jahr 1990 maßgeblich mitbestimmt hat. Der Stein erinnert uns aber auch den 13. August 1961, dem Bau der Mauer sowie das zweigeteilte Berlin.

Der damalige Berlin-Beauftrage Gerd Bucerius äußerte die Absicht, von 1954 an alle 500 km einen Kilometerstein mit dem Berliner Bären zu errichten die alsbald vom „Bund der Berliner und Freunde Berlins“ (BdBFB) erweitert wurde.

Die Enthüllung des Berliner Meilensteines erfolgte am 28. April 1962. Die einführenden Worte sprach Senatsdirektor Streik aus Berlin. Der damalige Präsident des BdBFB, Paul Rosenthal, nahm nach bewegenden Worten die Enthüllung des Gedenksteines vor.

Anwesend waren auch der Vorsitzende des BdBFB Kreisverband Alfeld Wilhelm Toben, der Geschäftsführer vom Kuratorium Unteilbares Deutschland KV Alfeld Herr Ewert, der spätere Bürgermeister von Alfeld Ludwig Köbler, Ratsmitglieder und verschiedene Abgeordnete aus Vereinen und Verbänden, auch viele Alfelder Einwohner kamen zu dieser festlichen Veranstaltung. Musikalisch umrahmt vom Männergesangsverein von 1858 Alfeld.

Der Berliner Meilenstein wurde von der Künstlerin Renee Sintenis aus Syke geschaffen. Die Initiative zur Aufstellung ging vom Bund der Berliner Alfeld aus.

Nach der Auflösung des Ortsvereins im Jahre 1992 übernahm die Stadt die Pflege des Steines und ist auch für ihn verantwortlich.

2012 wurde eine Grundpflege mit neuem Farbanstrich vorgenommen.

Der Berliner Meilenstein steht nicht unter Denkmalschutz, ein Antrag darauf wurde vom Verein der Berliner Bärenfreunde e. V. am 20.07.2012 für den Berliner Bären in Alfeld (Leine) gestellt, dessen Ausgang uns aber derzeit nicht bekannt ist.


Die 70er Jahre:

Die Hildesheimer in den 1970er Jahre, Blick in Richtung „Longwoodforrest“, auf der rechte Seite blinhzelt noch die alte BP-Tankstelle „Stiefel“ hervor, später Rissmann, dann zack und wech, heute Parkplatz „Leinekauf“… wie schön…

1975, das ehemalige Farben- und Tapengeschäft, sowie Malerbedarf „Toben“

1975 – Links der Alte Friedhof, rechts der Kinderspielplatz. Sehr passend.

1978. Man beachte, dass sich die Apotheke noch an ihrem alten Standort befindet…

Haus Nr. 82 – Toben 1970er Jahre

1972

…und das ganze noch einmal in bunt

1976

1978 in Richtung Langenholzen

dito

Die 80er Jahre:

1980er Jahre, Eingang zum Alten Friedhof

1980er Jahre, Ecke Lützowstraße

1985 – hinten rechts die Filiale Nord der damaligen Kreissparkasse Alfeld, heute Filiale Nord der Sparkasse Hildesheim/Alfeld

1986 – Straßenumge-staltung bzw. Verlegung der Trasse im Zuge des Neubaues der Nordtangente

1986

Quietschbunt –  Haus Toben Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre

dito

1986

1986 – andere Richtung

1986

1986 – Dumm gelaufen… Polizeikontrolle

1987 mit der Zweigstelle Nord der damaligen Kreissparkasse


Nach 1990:

Kreuzung Hildesheimer Straße, Holzer Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße im Jahre 1995

1998 Ecke Bismarkstraße, das „Bismarkeck“ – hier kochte „Mutti“ noch selbst

1990er Jahre (1990?) – Villa Hubertus, das heutige Seniorenheim an der Hildesheimer Straße

1997 – siehe auch nachfolgenden Text


Korkwaren-Meyer

Die Alfelder Korkwaren-Fabrik Hermann Meyer an der Hildesheimer Straße. Im Alfelder Volksmund „Kork-Meyer“ genannt, ist von jeher einer der größeren Arbeitgeber unserer Stadt.
Das 1879 von Hermann Meyer gegründete Unternehmen passte sich frühzeitig den sich wandelnden Lebensverhältnissen, Verbrauchergewohnheiten und Produktionsbedingungen an. Die Erfindung der Korkschneidemaschine im Jahre 1880 war für die „Korkfabrik” wie für die gesamte Branche revolutionär. Eine weitere Erfindung, das Korkpapier für Zigarettenmundstücke, machte die Firma weltbekannt. 1958-60 erfolgte eine Umstellung auf die Produktion von Dichtungseinlagen für Verschlüsse, später auch aus selbsthergestellten Kunststoffen, es erfolgte die Umbenennung in „Alfelder Kunststoffwerke.

Mit dem obigen Foto des Stammsitzes der Firma wagen wir ausnahmsweise einen Blick  in die frühen 1990er Jahre.
Rechts im Bild die Hausnummer 77, welche 2005 abgerissen wurde um Platz für die immer größer werdenden Lastzüge zu schaffen, die für den Versand der Produkte notwendig sind.
Aber, noch heute fordert die Anfahrt auf das Firmengeländer an der Hildesheimer Straße den ganzen LKW-Fahrer.


Die BP-Tankstelle Kurd Stiefel

Einen kleiner, aber nicht minder interessanten Ausflug in die jüngere Alfelder Zeitgeschichte, genauer gesagt in Jahr 1997.

Kleinere Tankstellen oder wie hier heute gezeigt, die „BP-Station“ von Kurd Stiefel an der Hildesheimer Straße Nr. 15, waren bis Ende der 1990er Jahre sehr weit verbreitet und beliebt. Nahezu an fast jeder größeren Straße fanden sich mehr oder weniger große Tankstationen. Die Hildesheimer Straße hatte seinerzeit zwei dieser „Tanken“. Die ARAL an der Ecke zum Gropius-Ring, heute „Star“ und eben diese „BP“ von Kurd Stiefel. Wobei die ARAL-Tankstellen auch schon damals zum BP-Konzern gehörten.

Wie aber so oft im Leben, entscheidet der Kunde langfristig über Sein oder Nichtsein. Nur mit Kraftstoff und Zigaretten war es wohl nicht mehr getan. Der Anspruch der Kundschaft an Tankstellen wuchs und scheint heute ein anderer zu sein als damals. Stiefel gab aus Altersgründen seine Tankstelle Mitte der 1990er Jahre ab; sie wurde an einen jüngeren Betreiber übergeben und bis Ende der 90er Jahre weitergeführt.

Das obige Bild von 1997 legt die Vermutung nahe, dass hier die Tankstelle bereits geschlossen ist und zurück gebaut wird, denn der Leinekauf möchte sich vergrößern und benötigte dafür eben dieses Grundstück, wie die „Nachher“-Aufnahme den heutigen Zustand veranschaulicht.


Letzte Bearbeitung: 17.03.2019