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Ströh-Moden

Ströh-Moden gehört seit Juni 1981 zur Alfelder Geschäftswelt. Gegenüber dem Bahnhof, an der Föhrster Straße 1, befindet sich das Geschäft für Damen- und Herrenbekleidung. Im Oktober 2026 blickt das Familienunternehmen auf 50 Jahre Firmengeschichte zurück. 45 Jahre davon ist es in Alfeld vertreten.

Ströh-Moden gegenüber dem Alfelder Bahnhof, 2008.
Ströh-Moden gegenüber dem Alfelder Bahnhof, 2008.

Die Anfänge in Melle

Begonnen hat die Geschichte am 26. Oktober 1976 in Melle. Der damals 23-jährige Martin Mücerret eröffnete in der Gartenstraße 9 bis 11 sein erstes Geschäft. In einem ehemaligen Möbelfirmenkomplex standen ihm zunächst gerade einmal 50 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung.
Das Geschäft lag in der Innenstadt und hatte Parkplätze direkt am Haus. Mücerret erwarb später den gesamten Gebäudekomplex, renovierte das Stammhaus und vergrößerte die Verkaufsräume. Das Grundstück in Melle umfasste 6.500 Quadratmeter. Neben der Ladenfläche standen mehr als 2.000 Quadratmeter für die Warenannahme und die Zusammenstellung der Lieferungen bereit.
Von Melle aus wurden die weiteren Geschäfte versorgt. 2016 gehörten insgesamt 13 Filialen zum Unternehmen. Sie lagen im Landkreis Osnabrück, im Oldenburger Münsterland sowie in weiteren Teilen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens. Zur Firmengruppe gehörte zu dieser Zeit auch eine Grundstücks- und Immobiliengesellschaft.

Ströh kommt nach Alfeld

Im Juni 1981 eröffnete Ströh-Moden seine Alfelder Niederlassung. Dafür wurden zunächst Räume des ehemaligen Autohauses Wiegand gegenüber dem Bahnhof genutzt.
Das Grundstück hatte schon zuvor eine gewerbliche Geschichte. Karl Wiegand hatte es vom Schlossermeister L. Müller erworben und zunächst als Lkw-Werkstatt und Tankstelle genutzt. 1949 erhielt sein Betrieb den Volkswagen-Werkstattstatus, ein Jahr später folgte der VW-Händlervertrag. 1967 begann Wiegand mit dem Bau einer neuen Betriebsstätte im Industriegebiet zwischen Senator-Behrens-Straße und Hildesheimer Straße.

Karl Wiegand & Söhne mit Verkaufsraum, Tankstelle und Werkstatt am späteren Ströh-Standort.
Karl Wiegand & Söhne mit Verkaufsraum, Tankstelle und Werkstatt am späteren Ströh-Standort.

Ein neues Geschäftsgebäude

2001 änderte sich das Bild am alten Wiegand-Standort. Ein Wohnhaus aus dem Jahr 1888 und eine alte Firmenhalle wurden abgerissen. An ihrer Stelle entstand ein Neubau, der im September 2001 eröffnet wurde und die bisherigen Ströh-Verkaufsräume ersetzte.
Die großen Schaufenster, das umlaufende Glasvordach und die dreieckig gestalteten Eingänge bestimmen seitdem die Ansicht des Geschäftes an der Straßenkreuzung gegenüber dem Bahnhof. Die Aufnahmen von 2008 und 2013 zeigen den Standort nach diesem Umbau.

Das Geschäftsgebäude mit Glasvordach und großen Schaufenstern, 2013.
Das Geschäftsgebäude mit Glasvordach und großen Schaufenstern, 2013.

Auch in der Leinstraße

Über mehrere Jahre gab es neben dem Geschäft am Bahnhof eine weitere Ströh-Filiale in der Alfelder Fußgängerzone. Sie befand sich in der Leinstraße. Im August 2008 gehörte ihr Schaufenster zu den vorgesehenen Stationen einer Ausstellung von Papierkleidern. Die Jugendpflege hatte diese Ausstellung im Zusammenhang mit einer Modenschau und dem Stadtjubiläum angekündigt. Auch Mag’s und die Parfümerie Aurel waren als Stationen in der Leinstraße dabei.
Wann diese Filiale eröffnet und wann sie wieder geschlossen wurde, ist bislang nicht geklärt. Im Alfelder Einzelhandelsverzeichnis von 2013 war Ströh-Moden mit dem Geschäft an der Föhrster Straße 1 vertreten.

Mode und Jubiläen

Eine Anzeigenvorlage aus dem Juli 2009 zeigt, was damals angeboten wurde: Damenblusen und Shirts, Herrenjeans und Hemden. Geworben wurde für den Sommerschlussverkauf und den langen Samstag am 1. August. Als Standort war die Föhrster Straße gegenüber dem Bahnhof angegeben.
2016 feierte das Unternehmen sein 40-jähriges Bestehen. Für Alfeld waren es zugleich 35 Jahre seit der Eröffnung. Zum Jubiläumsverkauf wurde für Sonntag, den 6. November 2026  eine Öffnung von 13 bis 18 Uhr mit Kaffee und Kuchen angekündigt.
Martin Mücerret beschrieb damals sein Verkaufskonzept so: Die Kunden sollten sich zunächst in Ruhe selbst umsehen können und Beratung erhalten, wenn sie diese wünschten. Qualität, knapp kalkulierte Preise und freundliche Beratung gehörten für ihn zu den Grundsätzen des Geschäftes.

Die Coronazeit

Im Frühjahr 2020 betrafen die pandemiebedingten Geschäftsschließungen auch den Alfelder Einzelhandel. Im April bereitete sich Ströh-Moden auf die Wiedereröffnung vor. Martin Mücerret stellte seinen Beschäftigten frei, Schutzmasken zu tragen. Kunden sollten auf Wunsch ebenfalls eine Maske erhalten. Hygiene und der Umgang mit der für den Handel ungewohnten Situation standen damals im Mittelpunkt.

50 Jahre Ströh und 45 Jahre in Alfeld

Im Oktober 2026 stehen erneut zwei Jubiläen nebeneinander: 50 Jahre seit der Gründung in Melle und 45 Jahre Ströh-Moden in Alfeld. Das Unternehmen wird weiterhin von Martin Mücerret geführt. Die Nachfolge innerhalb der Familie ist nach seiner Auskunft bereits geregelt. Ströh soll auch künftig ein Familienunternehmen bleiben. Das Alfelder Geschäft bietet Damen- und Herrenmode an, darunter auch Übergrößen.