Perkwall

Wall am ehemaligen Perktor, nach Verrohrung eines stadtumfließenden Warnearmens zur Umgehungsstraße ausgebaut, nahm bezeichnungsmäßig die „Alte Burg“ in sich auf.

Der Perkwall wurde schon einmal umgebaut. Damals mussten auch einige Häuser dran glauben.

Jahrhundertwende bis 1950er Jahre

Der Perkwall ungefähr um die Jahrhundertwende.

1920er Jahre – Perkwall mit Mühlengraben

Der Leineschäfer in den 1930er Jahren

1930er Jahre – Flanieren auf dem noch nicht befestigten Perkwall, im Hintergrund das Lager von „Wiegand“

Im Jahre 1936 brannte es schon einmal im ehemaligen Lagergebäude der Firma Wiegand

1950er Jahre

Sehr schöne Perspektive, heute so leider nicht mehr darstellbar

Herrlich, gute alte Zeit. Die Isetta und der Handkarren… ach ja…

Unsere Leine

Heute wirst Du an dieser Stelle vom Bus überfahren… 🙂

1950er Jahre – links befindet sich der Mühlengraben

 

 


1960er Jahre

Bis in die frühen 1960er Jahre lag der Perkwall bei weitem nicht so dar wie wir ihn in großen Teilen bis heute kennen. Das nachfolgende Foto aus eben dieser Zeit zeigt aber schon den fortgeschrittenen Ausbau des Walls als Umgehungsstraße der Altstadt. Unter der Freifläche im Bild links fließt der mittlerweile verrohrte nördliche Teil der Warne. Die Behrens’sche Fabrik hatte ein Pförtnerhaus und einem neuen Begrenzungszaun erhalten. Im Bildhintergrund links entstand ein neues Vierfamilienhaus.

Im Jahre 2006 wurde die Straße erneut zu ihrer heutige Ausbauform umgestaltet. An die ehemalige Fabrik von „Tüten-Behrens“ erinnert auf diesem Bild nichts mehr. Lediglich die großen Bäume deuten noch auf den ehemaligen Garten hin. Das ehemalige Wohnhaus der Familie Behrens an der Sedanstraße hat sich bis heute, als Jugendzentrum „Treff“, erhalten.
Auf dem früheren Fabrikgelände befindet sich heute ein modernes Einkaufszentrum.

Der Perkwall noch komplett unbefestigt

1960er Jahre

1960er Jahre

1960er Jahre, rechts befindet sich heute „Kaufland“


Ein Bürgersteig wir endlich gebaut
So schrieb die Alfelder Zeitung in ihrer Ausgabe vom vom 29.01.1965:

AZ vom 29.01.1965-Perkwall-Bau Bürgersteig Spundwand


Winterfreuden am Perkwall

1965 war es nicht nur den Kindern noch möglich am Perkwall, ausreichend Schnee natürlich vorausgesetzt, Schlitten zu fahren. Der Perkwall an sich ließ das noch ohne weiteres zu, da dieser sich bis hierhin noch nicht zu einer vielbefahrenen Straße entwickelt hat. Sicherlich ist dieser „Hügel“ absolut kein Vergleich zur traditionellen Rodelbahn am Kuckuck, aber wie wir auf dem Bild erkennen können, hatten die Kinder nicht nur für den Fotografen ihren Spaß.

Im Zuge der Innenstadtentlastung zum Ende der 1960er Jahre wurde der Perkwall ausgebaut und somit hatten die Kinderfreuden dann langsam ein Ende.

Von 2006 bis 2010 erfuhr dieser Bereich abermals weitreichende Umbauten, so dass sich dem Betrachter heute ein vergleichsweise tristes Bild offenbart, obgleich sich der Bereich um den Fritz-Reuter-Wall bis heute nahezu unverändert erhalten hat. Dennoch, Schlittenfahren? Heute nicht mehr möglich, hier verläuft jetzt der Perkwall.


Eröffnung des „neuen“ Perkwall 1967

Gleiche Ansicht 50 Jahre später…


Verkehrssituation 1968 und 1969

Die Bilderreihe „Perkwall“ gibt immer wieder neue Ansichten her. So auch diese Aufnahme aus dem Jahr 1969. Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts stellte sich die Einfahrt in den Perkwall noch so dar wie auf nachfolgendem Bild. Der Verkehr floss als Einbahnstraße von der Ladenstraße kommend als Entlastungsstraße für die Leinstraße, der heutigen Fußgängerzone, in Richtung Burgfreiheit. Damals stellte sich diese frühe „Innenstadtumgehung“ nicht so breit und gut  ausgebaut dar, wie heute.

Vom gegenläufigen Verkehr komplett abgesehen. Die überdimensionale Verkehrsinsel im Vordergrund des Bildes war seinerzeit allerorten zu finden, ist aber mittlerweile verschwunden, wie auf unserem Bild aus heutigen Tagen zu sehen ist. Leider erweisen sich diese Verkehrsinseln in der heutigen Zeit als zu pflegeintensiv.

Der Verkehr auf dem Perkwall ist mittlerweile von einer Einbahnstraße in eine Zweirichtungsstraße gewandelt worden, da die Lein- und Sedanstraße aufgrund der Fußgängerzone für den Durchgangsverkehr gesperrt sind. Die alte Schmiede im Hintergrund des Bildes ist mittlerweile zu einer Wohnanlage umgebaut worden. Interessant ist auch der Krankenwagen, ein Mercedes-Benz Strich/8 des DRK-Kreisverbandes Alfeld, dieser trägt noch das alte (originale) ALF-Kennzeichen des ehemaligen Landkreises Alfeld.


1970er Jahre

70er Jahre (starkes Auto)

1970er Jahre

1970er Jahre

1970er Jahre. Neubau der Volksbank

1970er Jahre

Das ehemalige Fabrikgebäude der Firma Ernst C. Behrens „Tütenbehrens“. Heute Standort von „Kaufland“

Links Papierfabrik rechts die alte Dresdner Bank, 1974

Perkwall 1974

Perkwall 1974

1974

1974 – hier die Einfahrt zum Hof schon umgebaut, die Isetta ist auch nicht mehr da …

1974

1978 – Parkplatz Wiegand – auch schon Geschichte…

Woolworth 1979 – das waren noch Zeiten, Kinder, denkt mal an den „Goldenen Topf“…

29. April. 1979


Einmündung Perkwall in die Burgfreiheit – 1974

Obiges Foto aus dem Jahr 1974 zeigt den Bereich des Perkwall an der Einmündung in die Burgfreiheit. Die ursprüngliche Bezeichnung „Alte Burg“ wurde: später in „Perkwall“ geändert.
Bis zum Jahr 2003 ergoss sich der Verkehr einseitig vom Perkwall kommend in Richtung der Burgfreiheit, zwischen dem Gebäude der Papierfabrik und des ehemaligen Bankgebäudes hindurch. Das Bankgebäude musste im Zuge des zweistreifigen Perkwall-Ausbaus 2013 weichen, ebenso wie weitere Gebäude entlang der alten Straßenführung. Somit hat sich auch in dieser Gegend ein kompletter Strukturwandel vollzogen, wieder verschwand ein Stück gewachsenes Alfeld. Heute befinden sich an Stelle des Bankgebäudes ein Parkplatz und natürlich der neue Streckenverlauf des Perkwalls.


1980er Jahre

1982 – Die alten Straßeschilder aus echter Emaille

1982


Wiegand am Perkwall 2003

Am Perkwall gelegen, befand sich bis ins Jahr 2003 das Garten-Center der Firma Wiegand. Das Gebäude mit weitläufigem Parkplatz und angrenzendem Lager musste als erstes dem Perkwall-Umbau weichen. Im Lager hat es auch das eine oder andere Mal gebrannt, zuletzt am 15. November 2002. Auf unserem heutigen Bild steht der Abriss der Gebäude schon unmittelbar bevor.

Wiegand, bis dahin ein alteigesessenes Einzelhandelsgeschäft im Herzen der Stadt, konnte 2005 auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Das damalige „Drei-Sparten-Haus“, also Haushaltswaren, Spielzeug und Gartencenter musste aber kurz darauf Insolvenz anmelden und in der Folge den Geschäftsbetrieb leider einstellen.

Generationen von Großeltern und natürlich wir Kinder haben uns bei „Spielzeug Wiegand“ mit den neuesten Spielsachen versorgt. Wer erinnert sich nicht gern an den Brummbären zurück?

Bild oben: Na? Was fällt auf?


2003