Autolackiererei Wienecke

In dem seit vielen Jahren bestehenden Malerbetrieb von Heinrich Borchers in Föhrste wurden 1949 durch seinen Schwiegersohn Ewald Wienecke die ersten Fahrzeuge lackiert.

Diese Arbeiten wurden damals noch in den Räumen der damaligen Mercedes-Vertretung Wilhelm Pralle ausgeführt.
Ab1952 wurden diese Arbeiten dann in zwei kleinen Räumen, in denen sich heute das Büro und der Personalraum befinden, in der Malerei in Föhrste ausgeführt. Zu dieser Zeit wurden die Fahrzeuge noch mit Nitrolacken ausgeführt, was trotz nicht vorhandener Technik zu ansehnlichen Ergebnissen führte, da die Lackierungen nach dem Trocknen poliert werden mussten.

Heute nicht mehr vorstellbar, aber damals Realität: Getrocknet wurde durch Anheizen eines alten Kohleofens … !

Im Jahre 1953 legte Ewald Wienecke seine Meisterprüfung in den damals noch getrennten Berufen als Malermeister ab.

1962 folgte dann die Meisterprüfung als Autolackierermeister.

1958 wurde die Firma Borchers von Ewald Wienecke übernommen und zunächst einige Jahre parallel weitergeführt. Anfang der 60er Jahre wurde der Malerbereich aufgegeben und sich fortan nur noch auf den Bereich Autolackierung konzentriert.
Parallel zum Bereich Autolackierung wurden auch Fahrzeugwerbebeschriftungen ausgeführt. Entsprechend der damaligen Technik negativ in Schablonenfolie von Hand geschnitten und lackiert.
Die kontinuierlich fortschreitende Materialentwicklung und die Umstellung der Arbeiten auf Kunstharzlack erforderten den Ausbau des Betriebes. Es wurde eine Unterdruck-Lackierkabine gebaut. (In dieser alten Lackierkabine befindet sich heute der Bereich Sandstrahlen). Steigendes Auftragsvolumen erforderte den weiteren Ausbau der Lackiererei.
Eine weitere Halle wurde angebaut und eine Trockenkabine wurde angeschafft. Mitte der 1960er Jahre dann der Bau eines weiteren Betriebsgebäudes und Anschaffung einer Überdruck-Kombilackierkabine. Diese Anlagen wurden zwischendurch immer wieder technisch aufgerüstet, in ihren Grundzügen aber heute noch in Betrieb.

1968 trat Rolf Wienecke, der heutige Besitzer der Firma, seine Lehre als Fahrzeuglackierer an. Im Anschluss an die Lehrzeit folgte ein Semester Lacklabortechnik / Prüftechniken in der Badischen Malerfachschule in Lahr. In diese Zeit fällt auch die Umstellung auf den Einsatz von
2-Komponenten Acryllacken. Dieses hatte zum Vorteil, dass die Fahrzeuge nun nicht mehr
45 Min. mit 80 Grad Celsius eingebrannt werden mussten. Nun wurde mit besseren Ergebnissen nur noch 30 Min. mit 60 Grad Celsius getrocknet. Um schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können, wurde eine Mischmaschine angeschafft.

1976 legte Rolf Wienecke die Meisterprüfung als Maler- und Lackierermeister, Fachrichtung Fahrzeuglackierung ab. Die Geschäftsführung wurde zunehmend mehr durch Rolf Wienecke wahrgenommen, Ewald Wienecke unterrichtete in den folgenden Jahren zunehmend mehr in der Berufsbildung in der Berufsschule in Alfeld und an den Meistervorbereitungslehrgängen des Berufsbildungszentrums Hildesheim. Mitte der 1980er Jahre wird Rolf Wienecke von der Handwerkskammer Hildesheim als Sachverständiger vereidigt. Diese Tätigkeit wird bis heute ausgeübt.

1987 wurde der Betrieb dann von Rolf Wienecke komplett übernommen.

1989 wird ein Schneidplotter für die Herstellung von selbstklebenden Folienschriften für die Fahrzeugwerbung angeschafft.

Seit 1989 Mitglied bei „Lack Art“ die Lackdesigner e.V.

In den 1990er Jahren parallel tätig als Lehrbeauftragter der Glasurit Designakademie.

1996 Zertifizierung des Betriebes nach DIN EN ISO 9002. (Diese Zertifizierung wurde nach Ablauf der drei Jahre ihrer Gültigkeit nicht erneuert, da die erwarteten Marktvorteile nicht eintrafen).

2003 Umstellung der Produktion auf die Verarbeitung von umweltfreundlichen Wasserbasislacken.

2006 Anschaffung einer Sandstrahlanlage.

Viele Firmenfahrzeuge namhafter Alfelder Firmen wurden zum Teil in kunstvoller Handarbeit beschriftet. Nicht nur die Namen dieser Firmen sind teilweise heute lebendige Geschichte, auch die Autos gibt es heute so leider nur noch sehr selten.
War das nicht eine herrliche Zeit ??? Die gute alte Zeit ???

… Fortsetzung folgt …

Fahrzeugbeschriftungen

Luftbild des Betriebsgeländes aus dem Jahr 1987

Der Betriebshof 1960

Der Hallenanbau aus dem Jahr 1964/1965

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