Stiefels-Teich

Warum heißt „Stiefels-Teich“ eigentlich „Stiefels-Teich“?

Stiefels-Teich gehörte zur Schanzkeller-Brauerei. Die Gebäude der Schanzkeller-Brauerei befanden sich in der Holzer Straße und in der Wallstraße (heute Gelände der Bürgerschule).
Heute ist es einfach Getränke zu kühlen. Ab in den Kühlschrank! Aber vor 100 Jahren ??? Da war Natur-Eis nötig. Jetzt kommt Stiefels-Teich ins Spiel.
Im Winter wurde das Eis in Blöcken herausgebrochen und dann in Eiskellern eingelagert. Die Schanzkeller-Brauerei hatte ihre Eiskeller in die alten Wall-Anlagen der Stadt hineingebaut. Mit dem Eis kühlte die Brauerei nicht nur ihr eigenes Bier, sondern lieferte es auch an Gastwirtschaften weiter.
Übrigens haben die Alfelder Bürger vom Mittelalter bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ihr Bier selbst gebraut. Das Privileg, Bier zu brauen, war an das Bürgerrecht gekoppelt. Der Hopfen, der zur Herstellung von Bier nötig war, wurde rund um Alfeld angebaut.

Seinen Namen hat Stiefels-Teich von Gustav Stiefel, dem Direktor der Schanzkeller-Brauerei.

Stiefels-Teich 1932

1950er Jahre

1960er Jahre

…hier verbrachten wir unsere Kindheit…

Stiefels-Teich mit Blick auf das Alfelder Krankenhaus

Aufnahme nach 1964, der Teich nahezu verlandet

1970er Jahre

1970 nach Neugestaltung der Uferanlage

1970er Jahre 1975 1978

Alfelder Zeitung vom 05.07.1977


30. September 1987 – Uferbefestigung wird erneuert

Stark erneuerungsbedürfig ist die an Stiefels Teich gegenüber dem Gymnasium. Teile des Ufers drohten bereits in die Warne abzurutschen.
Kröten und Molchen, den früheren Bewohnern des ehemaligen Warne-Tümpels, wär’s vielleicht ganz recht gewesen, nicht aber dem Gartenbauamt. Schließlich wäre eine Überschwemmung zwangsläufige Folge gewesen.
Es war sowieso schon kritisch geworden. Stiefels Teich wird ständig aus einer Quelle unterhalb des Gymnasiums nachgefüllt. Normalerweise sorgt ein „Mönch“, wie diese Art von Überlauf genannt wird, für ein reguliertes Niveau.
Nun war dieser Auslauf im Laufe der Jahre durch Wurzelwerk auf ganz natürliche Weise abgedichtet worden. Hätte es niemand bemerkt, so wäre Stiefels Teich jetzt wohl eine Ausbuchtung der Warne und in ein paar Jahren ähnlich dem früheren Tümpel.
Aber die Natur hatte kein Glück. Ein Notrohr sorgt seit einigen Monaten für ein erträgliches Teichniveau, und im Zuge der Uferrrandbefestigungen, so ist aus dem Gartenbauamt zu hören, wird nun auch dieser Abfluss erneuert.


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