Karl Schmidt

1928 gründete Karl Schmidt Am Klinsberg 15 einen Schlossereibetrieb.
Es war ein Zufall, dass er von einem Bäckermeister um die Konstruktion eines Rührapparates für Teigmasse gebeten wurde. Die nächste Maschine diente dann dem Zerschneiden von Zwieback. Zahlreiche Bäckereien interessierten sich sehr schnell für die Schmidtschen Produkte. Die Aufträge nahmen immer mehr zu, sodass Arbeitskräfte eingestellt wurden, um die verschiedenen Ausführungen der Maschinen herzustellen. Sonderanfertigungen mit zwei beziehungsweise vier Schneidmessern und elektrischem Antrieb lieferte die Firma an Zwiebackfabriken.
Die Zeit der Zwiebackmaschinenproduktion dauerte etwa von 1930 bis 1950. Die Herstellung von Zwiebäcken verlagerte sich allmählich von den Bäckereien in die Zwiebackfabriken. Auch die Form des Gebäcks veränderte sich. Karl Schmidt baute darüber hinaus Semmelmühlen in verschiedenen Größen und Ausführungen, kleine Mehlsieb-, Mehlsackentstaub- und Hand-Teigteilmaschinen. Eine kombinierte Teigteil- und Wirkmaschine mit vollem Gusskopf folgte 1954.

Am 1. Januar 1949 wurde der Betrieb zur Föhrster Straße 28 verlegt und 1958 vergrößert.

1960er Jahre

1963 – Bahnseitige Ansicht

Um 1965 führte Schmidt die Wirkteller der Teigteil- und Wirkmaschine aus Kunststoff ein, die den Alu-Wirkteller verdrängte. Die Produktion von Vollautomaten kam auf und der Betrieb erhielt zahlreiche Patente für seine Maschinen.
Anfang der 1970er Jahre begann man den Exportanteil auszubauen, da am deutschen Markt ein gewisser „Sättigungsgrad“ erreicht war. 2007 lag der Exportanteil bei mehr als 90 Prozent. 1987 übernahm die Tochter des Firmengründers die Firmenleitung. Anfang der 1990er Jahre wurde ein Vertriebsbüro an der Ostküste der USA gegründet, um direkt die USA, Kanada und Südamerika zu beliefern. 2003 übernahm der Enkel des Firmengründers die Geschäftsleitung. Zur
Firma Karl Schmidt Bäckereimaschinenfabrik GmbH gehört mittlerweile auch eine Hamburger Firma, die Komplettausstattungen für die Lebensmittelbranche anbietet und somit die bisherigen Produkte ergänzt. Man hat sich spezialisiert auf die Fertigung von Teigteil- und Wirkmaschinen. Die Produktpalette reicht von manuellen, über halbautomatische, vollautomatische bis hin zu computergestützten Maschinen.

Somit finden sich in vielen Backstuben weltweit Maschinen der
Firma Karl Schmidt Bäckereimaschinenfabrik GmbH aus Alfeld an der Leine wieder.

Quelle Text: Von Alfeld in die Welt – Alfelder Industriegeschichte, Gerhard Kraus/Industrieverein Alfeld

1980er Jahre

1970er Jahre

Das weltweit bekannte Logo der Karl Schmidt GmbH

1980er Jahre – Ansicht von der Föhster Straße