Damals war …

… alles viel schöner ???

Oder ???

Nun gut, heute ist nicht alles schlecht (naja), aber zu unserer Zeit war alles ruhiger, entspannter & ausgeglichener… So zumindest unser Eindruck. Die Werbung war einfach aber prägnant. Heute Kult. Es war nicht alles so schnelllebig, wir hatten noch gewisse Werte und vielleicht auch Traditionen….UND: wir hatten Ausdauer.

Aber lest selbst, vielleicht erkennt Ihr ja das eine oder andere wieder: :-))) Auch, wenn es eigentlich nicht immer ganz zu diesen Seiten passt…

Nachfolgend einige ausgewählte Videos, PowerPoints, Witze, Gedichte usw. die, wie wir meinen, teilweise aus dem wirklichen Leben sprechen. Nicht immer ganz Ernst gemeint, manchmal auch ein wenig „ferkelig“ aber egal.

Weihnachten 2008 oder …

… Spiegelbild der heutigen Gesellschaft ???

Dr. J Christus v. Bethlehem:
Also Kinder, ich bin jetzt in Urlaub. Aller Voraussicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.

Status:
Wie Weihnachten 2007 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen! Da X-mas 2008 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen – Verzeihung – seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Action just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet ereits am 27. November 2008 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte ToDo-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den
Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Gift-Distribution an die zuständigen Private-Gift-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Gift-Units über das Internet angeboten werden.

Die Service Provider (Engel, Elfen spowie Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die Core-Competence vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmarkorientiertes Controlling für jedes private Schenking-Center möglich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2008.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating. Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner
wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden

Es lautet:
,,Lets keep the candles burning“ und ersetzt das bisherige ,,Frohe Weihnachten“.
X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate Redesigns. Er akzeptierte aber letzlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Shareholder Value, und würdigte das Know How seiner lnvestor-Relation-Manager.

MfG
X-Mas Consultant Team

Definition von Teamarbeit bei www.alt-alfeld.de

Das Fernsehen

Erinnerungen an unsere Fernsehhelden, [4.019 KB] Powerpoint (.pps) ca. 4 MB

Die Klamotten

Auch DEINE Mutti rannte so rum… [1.577 KB] , Powerpoint (.pps) ca. 1,5 MB

Die Werbung und was es….

…. sonst noch so gab.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle wieder etwas eigenes präsentieren, bin dann aber auf diese wunderbare Internetseite gelangt die eigentlich alles abdeckt. Sehr schön gemacht, mit kurzen Audioeinspielern usw.

Vergesst das wiederkommen nicht… :-))) Hier geht zur Seite: TV-Nostalgie. Viel Spass.

Denkt mal darüber nach …

An alle über 30

Wir haben es tatsächlich geschafft. Kaum zu glauben, aber es ist so. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber und die Bürokraten, die Medien und die Informationsgesellschaft uns täglich vorbeten und verbieten, müssten wir alle, die in den Sechzigern bis Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, längst tot sein.

Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim, dem Kleber des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste Filzstifte hatten Ausdünstungen die benebelten und wer erinnert sich noch an den leicht salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers?
Steckdosen, Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten, aber meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu glauben. Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme. Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns unbekannt!

Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt, noch an Airbags, Kopfstützen, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen meines Vaters. Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es
doch nichts schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch komplett runterkurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, daß man kaum noch Luft bekam.

Wasser haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer Flasche. Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot mit fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden oder künstlich gefärbtes TriTop. Zu fett geworden sind wir deswegen nie, weil wir immer draußen waren. Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken und es ist tatsächlich keiner daran gestorben. Wir haben stunden- und tagelang an Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt, die wir aus rostigem Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten. Dann sind wir den Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung gelandet waren, haben wir gelernt auch dieses Problem zu lösen. Wir gingen in der Früh raus und haben
den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von Essenspausen und kamenerst wieder rein, als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys!

Wenn es regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht, Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf Wir hatten weder Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine PCs, keine 50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren, weil keiner wußte was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen.

Wir hatten Freunde! Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht. Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen echten Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen, egal wie schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft
hat, lernte mit der Enttäuschung umzugehen. Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen und manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde.

Wir sind von Bäumen und Mauern gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden, den
man dafür verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den Kadi zerrte. Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht. Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt. Geholfen hat alles.

Wir haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben Spiele erfunden mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen. Und obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir uns kaum ein Auge ausgestochen und die Würmer haben auch nicht in uns überlebt.
Wir sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und sind dort geblieben nur um mit ihm zu reden. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere, also haben sie eine Klasse wiederholt. Sie sind nicht durchgefallen, sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft. Zensuren bei Proben wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen.

Wir waren für unsere Aktionen selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir Scheisse gebaut hatten. Der Gedanke, daß ein Elternteil uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes. Stellen Sie sich das einmal vor!
Unsere Generation hat einige der größten Erfinder hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre Explosion an Innovationen und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und Misserfolg. Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit umzugehen.

Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken. Unsere Eltern trauten uns zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen, zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen.

Also, sterbt jetzt langsam weiter und habt doch bitte etwas Spaß dabei. 🙂

Schönen Tag noch!

Wenn der Amtschimmel wiehert …

Auch in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts beliebte man zu scherzen, wenn auch wohl so nicht beabsichtigt. Wir fanden das aber ganz lustig. Klickst Du hier. [294 KB]

Der Geburtstag

Geburtstag ist schon wieder da, der gleiche Scheiß wie letztes Jahr. Horden kommen angerannt schütteln Dir wie blöd die Hand, küssen und umarmen Dich, tätscheln süßlich Dir die Wange, da wird Dir mit Recht ganz bange. Ein jeder gar ein Sprüchlein weiß mein lieber Mann, is dat’n Scheiß.

Doch es kommt ja noch viel schlimmer, denn hast Du sie erstmal im Zimmer dann fängt ein großes Tratschen an man spricht vom Geld, vom Kind, vom Mann. Und zwischen durch wird eingestreut, was da so im vergangenen Jahr, für Schwierigkeit zu regeln war. Kurz um man rädert Dich mit Fleiß, mein lieber Mann, is…………………..

Beinah hätt ich noch vergessen: – die woll’n ja alle noch was essen ! Da Du den Ablauf ja schon kennst, jetzt schnurstracks in die Küche rennst, um für die buckligen Kadetten, die blöden und die weniger netten, den Mampf zu holen – kalt und heiß – mein lieber Mann, is…………………

Damit auch wirklich jedermann den Futtersack sich vollhau’n kann, sind die Portionen, das ist klar, noch größer als im letztem Jahr. Jetzt sieht man alles emsig kauen, dann hörst Du noch ganz heimliches Verdauen.
Einer schreit noch nach mehr Reis, mein lieber Mann, is………………..

Und wenn dann alles abgefüllt man schon nach was zum Saufen brüllt, Hier zeigt sich jetzt Organisation, doch Deine Schluckis kennst Du schon, zuerst da kommen die leichten Sachen, die reichen grad zum Muntermachen, doch richtig fetzig wird’s erst dann wenn man auch Schnäpse saufen kann, dazu noch Bier, gleich kastenweis, mein lieber Mann, is………………..

Bald hörst Du nur noch stöhn und lall, dann weißt Du jetzt sind alle prall. Der eine ist im Suff ganz still, die andere schreit und zwar ganz schrill. Ein dritter weint still in sein Kissen, Ihm geht es plötzlich ganz beschissen, weil er nicht mehr weiter weiß’ mein lieber Mann, is………………

Der Morgen fängt schon langsam an, auf der Toilette bricht ein Mann. Jetzt heißt es mutig zuzupacken, denn nun wollen Sie noch bei Dir knacken, mit sehr viel List und noch mehr Tücke sagst Du jetzt jedem „Mach jetzt ne Mücke“ und vorsichtig mit viel Gespür, schiebst Du den letzten aus der Tür. Der schaut Dich an und sagt betroffen: Mein lieber Mann, bin ich besoffen“ Dann machst Du leis‘ die Türe zu und weißt jetzt hast Du Deine Ruh. Ein letzter Blick ins Partyzimmer, der Saustall wird auch immer schlimmer, Voll Grausen wendest Du Dich ab, für heute reichts, und nicht zu knapp, Noch ein kurzer Spiegelblick, Du prallst fast vor Dir selbst zurück:
Die Augen klein, die Haut ganz weiß mein lieber Mann, is……………

Jetzt schmeißt Du Dich auf die Matratzen um augenblicklich einzuratzen, und noch im Traum, da wird Dir klar, jetzt hast Du Zeit – bis nächstes Jahr !!!

Das Christkind

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen,
Ich hab ’s überfahren, es war ein Versehen,
ich hatte gerade die Äuglein zu,
ich träumte beim fahren in himmlischer Ruh‘.
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht,
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.
Später sah ich auch noch einen Weihnachtsmann,
er feuerte gerade seine Rentiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,
ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta,
Am Ende sah ich auch noch Nikolaus,
er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
wollte am Automat neue Präser sich kaufen,
Mein Auto und mich hat er wohl nicht gesehen,
jedenfalls blieben nur seine Stiefel stehen.
So ist die Moral von diesem Gedicht;
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.
Denn als ich zu Hause war, da musst ich heulen,
mein schöner Wagen , der hatte drei Beulen,
vom Nikolaus, vom Christkind und vom Santa Klaus, Tja, nächstes Jahr
Weihnachten , das fällt wohl aus. …

Nikolausgedicht für Mann & Frau

Nikolausgedicht der Frau:

Müde bin ich, geh zur Ruh,
mache meine Augen zu.
Lieber Nikolaus bevor ich schlaf,
bitte ich Dich noch um was.
Schick mir mal ’nen netten Mann,
der auch wirklich alles kann.
Der mir Komplimente macht,
nicht über meinen Hintern lacht,
mich stets nur auf den Händen trägt
und sich Geburtstage einprägt,
Sex nur will, wenn ich grad mag
und mich dann liebt den ganzen Tag.
Soll die Füße mir massieren
und mich chic zum Essen führen.
Er soll treu und zärtlich sein
und mein bester Freund noch oben drein.

Nikolausgedicht des Mannes:

Lieber Nikolaus ,
schicke mir eine stumme Nymphomanin die einen Getränkehandel besitzt und
Jahreskarten fürs Stadion hat. Und es ist mir scheißegal, dass sich das
nicht reimt!

Einfach nur Weltklasse – Werbung mit Stil

 

Richtiges Verhalten auf einem Dorffest

Achtung: Verbal nicht ganz stubenrein !!! 🙂

Grundregeln:

1. Ein Bier bestellen geht gar nicht. Damit sagt man, dass man ne knickerige Sau ist, keine Freunde hat oder Antialkoholiker ist, quasi das Allerletzte.

2. Also immer mindestens zehn Stück, einen Meter oder ein ganzes Tablett. Nie vorher abzählen, wie viel Leute um einen herumstehen und dann genau die Anzahl bestellen. Am besten irgendeine Zahl über die Theke grölen und ab dafür.

3. Ganz falsch: Die Umstehenden fragen, ob sie überhaupt noch ein Bier haben wollen. Wichtige Regel: gefragt wird nicht. Saufen ist schließlich kein Spaß.

4. Wenn der Stoff da ist, nicht blöd rumgucken und überlegen, wem man denn eins in die Hand drücken soll. Am besten die Gläser wild in der Umgebung verteilen, denn nur so zeigt man seine Großzügigkeit. Nur der kleinkarierte Pisser stellt sich da an.

5. Wer zahlt wann welche Runde? In der Regel kommt jeder der Reihe nach dran. Ganz miese ###### saufen die ersten neun Runden an der Theke mit und wenn sie an der Reihe wären, müssen sie plötzlich pissen. Der erste Besteller bestimmt meist die Dauer des Projekts: Wenn er zwölf Bier bestellt, müssen alle solange warten, bis zwölf Runden durch sind. Wichtig ist, dass der Strom nie abreißt. Also wenn alle noch die Hälfte im Glas haben, sofort die nächste Runde ordern und das neue Glas in die Hand drücken. Was voll peinlich ist: Mit zwei Gläsern in der Hand an der Theke stehen, deshalb ist Tempo angesagt beim reinschütten, ist schließlich kein Kindergeburtstag.

6. Richtig fiese Schweine bestellen zwischendurch noch ne Runde Korn oder die absolute Hölle „Jägermeister“. Hier wird es ernst. Sollte sich so was andeuten, kann man bloß noch die Flucht ergreifen. Merke: Biersaufen kann man überleben auf dem Dorffest mit etwas Planung und Glück, aber nach Jägermeister weigert sich sogar der Notarzt, diese Schweinerei wiederzubeleben.

7. Konsequent durchgezogen, bist Du normalerweise auf dem Zelt um halb Neun stramm wie die Kesselflicker. Geht natürlich nicht, weil Du kannst ja noch nicht zu Hause, wegen Verdacht auf Weichei. Was also dann? Pausen machen! Dafür sind in der Regel zwei Sachen vorgesehen: Bratwurstfressen und Tanzen.

Erstens: Bratwurstfressen
Vorteil: an der Bude gibt’s keinen Jägermeister, da bist Du also ne zeitlang sicher vor der Alkoholvergiftung durch andere. Nu sind die Bratwurststände auf Dorffesten immer so konzipiert, dass die Nachfrage immer größer ist als das Angebot. In der Bude arbeiten auch meistens Fachkräfte, denen man beim Grillen die Schuhe besohlen kann.
Einzige Qualifikation: sie können mit einem Sauerstoffanteil in der Luft von unter 1% überleben, deswegen wirken sie auch so scheintot. Nu sagt der Laie: wat’n Scheiss, dass könnte man doch viel besser organisieren: zackzack kämen die Riemen übern Tresen. Falsch: die mickrigen Bratwurstbuden mit den Untoten am Grill stehen da nicht aus Versehen, sondern absichtlich. Hier kann man Asyl beantragen von der Sauferei und je länger man auf den verkohlten Prengel warten muss, desto größer die Überlebenschance.

Zweitens: Tanzen
Im Vergleich zu Bratwurstfressen natürlich die schlechtere Wahl, weil anstrengend und mit Frauen. Aber irgendwann geht halt kein Riemen mehr rein in den Pansen und Du musst in den sauren Apfel beißen. Also zack, einen Rochen von den Bänken gerissen und irgendwie bescheuerte Bewegungen machen. Wenn Du Glück hast, spielt die Kapelle mehr als zwei Stücke und Du kannst Dir ein paar Bier aus den Rippen schwitzen. Hast Du Pech, kommt sofort nach dem ersten Stück der Thekenmarsch und Du stehst wieder da, von wo Du gerade geflohen bist.

Drittens: Sektbar
Eine richtig gruselige Bude, quasi die Abferkelbox im Festzelt. Hier iss es so voll und eng, hier bleibst Du auch noch stehen, wenn’s eigentlich nicht mehr geht. Es soll schon Kriegsverletzte gegeben haben, denen hat man in der Sektbar beide Beinprothesen geklaut und sie haben’s nicht gemerkt. Doch der Preis, den Du für die Stehhilfe zahlst ist hoch: Du musst Sekt saufen aus so mickrigen Blumenvasen, die man von der Spermaprobe beim Urologen kennt. Ziemlich eklig alles. Wenn’s keine Sektbar gibt, gibts meist ne Cocktailbar: Cocktail heißt im Zelt aber nicht Caipirinha oder Margarita sondern Fanta/Korn oder Korn mit Fanta. Also vorsichtig. Hier kann’s ganz schnell zu Ende gehen. Eine Alternative für den ganzen schnellen Weg ins Nirvana ist noch der Zaubertrank: Korea. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her immer noch ne reelle Sache: So besäuft sich der kritische Verbraucher und hat es ruckzuck geschafft. Doch bevor Du nach Hause darfst, kommt noch ein ganz wichtiger Punkt, nämlich…

Viertens: Kotzen
Klingt scheisse, Du wirst aber dankbar sein, wenn Dein Körper, Dir dieses Geschenk bereitet. Du hast Platz für neue Bratwürste und vielleicht sogar Glück, dass Du die letzten zwanzig Bier noch erwischt, bevor sie Dein Gehirn erreicht haben. Der Profi jedenfalls kotzt oft und gern. So jetzt wären wir auch schon bald beim Nachhause gehen. Haha. Wenn Du aber den Zeitpunkt verpasst hast, und Du kommst vom Pissen oder Bratwurstkotzen wieder ins Zelt und es sind bloß noch zwanzig Mann übrig. Ätsch: Arschkarte gezogen. Denn jetzt heißt es:

Fünftens: Die Letzten
Ab jetzt geht es um so spannende Sachen wie Fassaussaufen – es ist immer mehr drin, als Du denkst, oder Absacker trinken, wenn’s ein Jägermeister ist, kannst Du Dir gleich den Umweg über den Notarzt sparen und den Bestatter anrufen. Jeder passt jetzt auf, dass keiner heimlich abhaut.
Die ersten sacken einfach so vor der Theke zusammen, damit sie jedenfalls nicht noch mehr saufen müssen. Vorteil dieser Phase des Dorffestes: Du musst nicht mehr extra nach draußen latschen für Pissen und Kotzen: geht jetzt alles vor Ort.

Sechstens: Nach Hause
Fällt aus. Mach Dir keine Illusionen: alleine schaffst Du es nicht mehr, Taxis gibts nicht auf dem Land, und wenn, würden sie Dich nicht mitnehmen. Deine Frau kommt nicht, um Dich zu holen, die ist froh, dass dieses Wrack nicht in deiner Wohnung liegt und der Gestank in die Möbel zieht.
Was bleibt ist…

Siebtens: Der Morgen danach
Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Ritzen in der Zeltfestplane. Du wirst wach von einem Zungenkuss, wie Du ihn noch nie in Deinem Leben gekriegt hast. Leidenschaftlich küsst Du zurück. Dann machst Du Deine verklebten Augen auf und blickst in das fröhliche Gesicht des zottigen Köters von dem Zeltfritzen. Und mit einem eigenen Beitrag zum Thema Würfelhusten fängt der Tag wieder an. Dein Kopf fühlt sich an wie nach einem Steckschuss…
Jetzt hilft nur noch: Stützbier bis die Maschine wieder halbwegs normal läuft…

Quelle: unbekannter Verfasser aus dem Internet, allerdings kennt der Mann sich aus…