Fillerturm

Die Stadt Alfeld, deren Kern an der Winde bis in die frühe Eisenzeit zurückreicht, dehnte sich im Mittelalter nach Norden in Richtung auf das Hägerdorf Aldendorp aus und wurde nach und nach befestigt. Die von der Bürgerschaft im „Meinewerk“, d. h. in Gemeinschaftsleistung erstellte Befestigung bestand aus dem Bering von Mauern, Wehr- und Tortürmen. Da vor verlief ein trockener Graben, der heute noch teilweise erhaltene Wall, und im Norden bzw. Osten der Stadt der seit 1317 von der umgeleiteten Warne durchflossene große Graben. Außen schlossen sich Zingeln, also Holzpalisaden, an. Ferner gab es, so beim Holzer Tor, große unterirdische Gewölbe und Gänge. Eine Schanze hat sich in der Nähe der ehemaligen Schanzkellerbrauerei in den oberen Anlagen erhalten. Die Befestigung wurde um das Jahr 1800 aufgegeben.

Von der Befestigung steht nur noch am Wall bei der Superintendentur ein Mauerrest, weithin sichtbar ist aber der Fillerturm an der Ständehausstraße, beim ehemaligen Landratsamt als einziger erhaltener Wehrturm. Der Befestigungsturm ist 22,32m hoch, hat einen quadratischen Grundriss mit 7,10m Seitenlänge und besteht im Inneren aus drei Geschossen. Der Efeubewuchs wurde 1907 unter Naturschutz gestellt.

Der Turm ist Eigentum des Landkreises Hildesheim, der ihn der Stadt Alfeld zur musealen Nutzung überlassen hat.
Der Alfelder Verein für Heimatkunde und die Leitung des Alfelder Museums nahmen 1995/1997 die Ausgestaltung vor.verfügt über einen Zinnenkranz und besteht im Innern aus drei Geschossen. Das Bauwerk ist aus Kalkstein und aus Röllinghäuser Buntsandstein gebaut. Seinen Namen hat er von dem früher in der Nähe wohnenden Filler, dem Abdecker.


   
Diese Aufnahme stammt aus der Zeit um 1900. Man beachte noch das Gebäude vor dem Fillerturm, heute Parkplatz und Neubau/Anbau Landratsamt. Das gleiche noch einmal, aber andere Einstellung, ebenfalls um 1900. ... und nochmal um 1900.    
Um 1910. Im Schnee im Jahre 1926. In den 1930er Jahren. 1938 Die Aussichtsplattform des Fillerturms in den 1950er Jahren.
1950er Blick die Ständehausstraße hinunter auf den Fillerturm. In den 1950er Jahren Der neue Anbau des Landratsamtes mit Fillerturm gegen Ende der 60er Jahre. Der Fillerturm als Postkartenmotiv aus den 70er Jahren.

Der Fillerturm in den 1940er Jahren


Der Fillerturm ist der einzige erhaltene Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Im Treppenhaus befindet sich eine Sammlung von Exponaten über die Geschichte Alfelds. Turmbesteigung und Besichtigung nur an besonderen Tagen. Gruppen nach Vereinbarung.

Anmeldung bei:

Peter Goebbel, Hirschberger Straße 4 - 31061 Alfeld (Leine) Telefon: 05181/4315
Bürgeramt: Marktplatz 12 - 31061 Alfeld (Leine) Telefon: 05181/703-111, Fax: 05181/703-222


Bildergalerie Ausstellungen im Fillerturm

Öffnung des Fillerturms mit Flaggenhissung - 9.Juni 1996 Der Fillerturm und die Stadtbefestigung Blick vom Fillerturm auf Rathaus und St. Nicolai-Kirche
Modelle der St. Nicolai-Kirche Stadtgeschichtliche Ausstellung im Fillerturm Rathausmodell
Im Fillerturm wird die Stadtgeschichte erläutert Bürgermeistertochter am Blauen Stein aus der Sage vom Räuber Lippold. Holzschnitzfigur von Rudi Mitzlaff, Alfeld Gehegemodell der Firma Ruhe

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