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Dehnsen
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Die Geschichte Dehnsens in Kurzform
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Der Name des Ortes war ursprünglich „Dedenhusen“, also vermutlich „Heim des Dodo“. Das würde bedeuten, dass der Ort zu den ältesten der Gegend gehört, „als noch jede Familie eines Freien für sich wohnte. 1146 jedenfalls wird der Ort „Deddenghausen“ erwähnt, in dem das Kloster St. Godehardi in Hildesheim Besitz hat. 1385 wird auch ein Heinrich von Dedensen genannt. Die Grundherren waren die Familien von Steinberg, von Bock und von Wrisberg. Die Ablösung der an sie zu leistenden Dienste erfolgte ab 1843. Das Alter der Kapelle ist unbestimmt. 1812 war sie jedenfalls so baufällig, dass sie renoviert werden musste. Jetzt steht die Kapelle im Eigentum der Stadt Alfeld (Leine). Während der Zeit des Königreiches Westfalen, also während der französischen Besetzung Deutschlands durch Napoleon in den Jahren 1807 bis 1813, wurde Dehnsen zusammen mit dem 1741 als Station der kurfürstlichen hannoverschen Post gegründeten Posthof und Limmer zu einer „Commune“ zusammengefasst. Die Feldmark ist 366 ha groß. Die wichtigsten Flurnamen sind: Am Külf, Am Brande (= Köhlerei), Am Sommerkamp, Schiefer Kamp, In der Dehne, Nüttenberg ( = Nussberg), Im Büh, Schafwiese, Külf und Am Scherling. Die Verkoppelung fand 1883 statt. Damals erhielt die Glene ein neues Flussbett. Ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte 1914 mit der Einrichtung des Kalischachtes „Desdemona“. Als Name wurde für den in Limmer und Godenau belegenen Grenzbereich Desdemona, Glene, Godenau vorgeschlagen. Der zuständige Minister fragte sogar an, ob man sich für Gotenau oder Godenau entscheiden wolle, denn Gotenau hieß das Tal auf dem amtlichen Messtischblatt und 1812 im Limmeraner Pfarrwitwenbuch. In den Jahren 1906/1907 errichtete die Betreiberin des Kalischachtes im Grenzbereich von Limmer und Dehnsen Wohnhäuser für die Arbeitnehmer. Der Bahnhof wurde im Zusammenhang mit dem Kaliwerk 1906 gebaut, 1964 aber wegen Rationalisierungsmaßnahmen der Bahn geschlossen. 1932 wurde das Werk stillgelegt; ab 1934 baute die Wehr macht die Anlage zu einer Munitionsanstalt (Muna) aus. 1947 explodierte die restliche Munition im Schacht und zerstörte auch die oberirdischen Gebäude weitgehend. Nach 1983 wurden die Schachtanlagen mit Salzwasser aus Salzdethfurt verfüllt. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wird Dehnsen 1974 ein Ortsteil der Stadt Alfeld (Leine).
Einwohnerzahlen:
1809: 204 1848: 264 1919: 379 1925: 395 1938: 349 1951: 676 1995: 652 2005: 524
nach: Paul Graff, Geschichte des Kreises Alfeld, August Lax (1978)
Dieser Text stammt aus der Broschüre "Ortschronik Dehnsen", herausgegeben von der BAL-Ratsfraktion Alfeld. Vielen Dank. Mit freundlicher Genehmigung der BAL-Ratsfraktion Alfeld.
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Das Ortswappen von Dehnsen
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Auf Blau über silbernem erniedrigtem, schrägrechtem Wallenbalken ein ziehender goldenbewehrter, silberner Fischreiher.
Da die Ortsgeschichte von Dehnsen keinerlei Anhalt für die Gestaltung des Wappens bietet, erkor die Gemeinde sich den Fischreiher zum Symbol. Der heute nur noch in wenigen Stücken anzutreffende stolze Vogel war früher in der ortsnahemn Leineniederung und den angrenzenden Waldungen häufig vertreten.
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Hof Kübeck in den 1920er Jahren |
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Dehnsen 1925 vom Butterberg aus gesehen |
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1934 |
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Die Kapelle zu Dehnsen
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