Brunkensen

Der eigentliche Ortskern liegt östlich der Kirche nahe einer Glenefurt. Das Vorhandensein eines Thieplatzes weist auf ein sehr hohes Alter der Siedlung hin Obwohl manches dafür spricht, dass der Ort sogar schon im 9ten Jahrhundert bestanden hat, findet sich die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1074. In diesem Jahre schenkt ein Mönch Meribod des Klosters Hasungen seinen Grundbesitz in „Brunkerishusun‘ dem Erzbischof von Mainz.
Aus den folgenden Jahrhunderten erfahren wir vom Besitzerwechsel des Ortes, der sich während des Mittelalters entlang der Glene ausdehnt.
Um 1290 übernahm der Ritter Lippold von Rössing Hohenbüchen und als Wappenzeichen den steigenden gekrönten Löwen der Edelherren von Hohenbüchen. 1311 scheint dann die Burg Lippolds in Hohenbüchen von den Homburgern erobert und zerstört worden zu sein. Die siegreichen Hamburger begannen sofort mit der Schaffung der seit 1384 fassbaren ‚Herrschaft Hohenbüchen. Zu Hohenbüchen wird die Gleneburg gehört haben, deren Zerstörung ebenfalls in das Jahr 1311 gelegt wird. 1409 starben die Edelherren v. Homburg aus und ihr Besitz fiel teilweise an die Braunschweiger Her zöge und an den Hildesheimer Bischof
1393 verpfändeten die Edlen von Homburg Besitzungen in Brunkensen an die v. Wrisberg. Von besonderer Bedeutung für Brunkensen war der 1510/11 geborene und 1580 verstorbene kaiserliche Landsknechtsführer Christoff von Wrisberg. Die Familie v. Wrisberg bemühte sich seit dem 16ten Jahr hundert verstärkt um die Erweiterung des Besitzes und schuf bis 1661 eine wasserburgähnliche Anlage.
Der 3ojährige Krieg (1618 — 1648) wirkte sich auch auf Brunkensen verheerend aus, das bei Kriegsende nur noch 85 Einwohner zählte. Erst im Laufe des l8ten Jahrhunderts
erholte sich der Ort allmählich wieder. Für das Jahr 1663 werden überliefert 135 Einwohner, 1774 320 Einwohner, 1823 waren es 470 und 1858 593 Einwohner.
Brunkensen wird früh evangelisch und bekommt 1570 den ersten Pastor. Die Brunkenser St.-Martins-Kirche ist ein nach Osten gerichteter Saalbau von 1720 und zeigt das v. Wrisbergsche Wappen. Der von ihr teilweise umbaute ältere Turm besteht aus hellem Bruchsteinmauerwerk mit Eckquadern und weist die Jahreszahl 1607 auf. Die Herren von Wrisberg haben den Turm in der Zeit von 1600 bis 1608 erneuern lassen.
In dieser Zeit (1654) findet sich die erste bekannte Schilderung der Lippoldssage bei Merian.
1807 bis 1813 gehört Brunkensen zum Königreich Westfalen, das ein Bruder Napoleons regiert. 1854 werden die Bauern durch die Verkoppelung Eigentümer ihrer Ländereien
Mit finanzieller Hilfe des reich aus Amerika zurückgekehrten Georg Ludwig Rückert entsteht von 1891 bis 1896 ii Eigenarbeit eine dörfliche Wasserversorgung. 1923 folgt die Elektrifizierung durch das Eltwerk Wesertal Ab 1960 entsteht die Siedlung ‚Siebenmorgenkamp, ab 1966 die Kanalisation des Ortes und seit 1972 das Baugelände Riedäcker“
Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wird Brunkensen 1974 ein Ortsteil der Stadt Alfeld (Leine).

Einwohnerzahlen:

1905: 828
1938: 786
1951: 1470
1955: 1293
1995: 1046
2002: 995

nach. G Kraus. Eine kleine Chronik von Brunkensen, Doblerdruck (1997)

Dieser Text stammt aus der Broschüre „Ortschronik Brunkensen“, herausgegeben von der BAL-Ratsfraktion Alfeld. Vielen Dank.
Mit freundlicher Genehmigung der BAL-Ratsfraktion Alfeld.

Das Ortswappen von Brunkensen

Auf blauem Grund ein Schimmel. Auf dem Roß der Räuber Lippold mit der geraubten Braut. Die Bekleidung der Personen ist rot und gelb gehalten.

Die Lippoldssage ist Allgemeingut aller Einwohner der Gemeinde. Der Name der Brunkenser in der Nachbargemeinden ist noch heute „Die Lippolds“.

Luftbild von Brunkensen

Dieses Luftbild wurde vermutlich zwischen Mai uns September 1980 gemacht.
An dieser Stelle vielen herzlichen Dank nach Brunkensen für die Mthilfe bei der Datierung.

Die Räuber-Lippold-Höhle

Der ehemalige Freizeitzoo in Brunkensen

Das waren noch Zeiten… Unsere Kindheit. Wirklich schade, das es den Freizeitzoo in Brunkensen nicht mehr gibt. Klicken Sie doch einmal auf das obige Bild, dann gibts noch mehr Geschichten zum Freizeitzoo Brunkensen. Es lohnt sich.

Feuerwehr Brunkensen1925

Das obige Bild zeigt die Freiwillige Feuerwehr Brunkensen im Jahr 1925, anlässlich ihres 50-Jährigen Bestehens. Die Namen der abgebildeten Personen sind uns weitestgehend bekannt und werden demnächst hier ergänzt.