Der Schornstein

Auch ein Wahrzeichen unserer Stadt

Ein weiteres Wahrzeichen neben der altehrwürdigen St. Nicolai-Kirche (Höhe = 60 m) ist der Schornstein der Papierfabrik, der die Kirchtürme mit einer Höhe von 150 m weit überragt. Erbaut wurde der Schornstein 1973/74 durch die heute nicht mehr existierende Firma Mölders &. Cie. in Hildesheim, die eine Reihe von Bauten (z.B. das Verwaltungs- und Pförtnergebäude am Perkwall 1951) für die Papierfabrik erstellt hat. Der Schornstein zählt zu den anspruchsvollsten Bauvorhaben dieser Firma. Er besteht aus Stahlbeton. Die Stahlbetonfertigteilstützen sind 50 t schwer. Wegen der beengten Platzverhältnisse steht der ca. 3000 t schwere Schornstein, der sich von 7,98 m auf 4,38 m Durchmesser an der Spitze verjüngt, auf einer Pfahlkopfplatte von nur 10,4/10,4 m Grundfläche. Beachtenswert ist, dass bei Sonneneinstrahlung im Sommer sich die Schornsteinspitze bis zu 20 cm zur Schattenseite hin bewegt. Das keramische Innenfutter (quasi das Innenrohr) hat einen Durchmesser von 2,40 Metern. Der Schornstein kann im Innenmantel bis zur neuen Tür begangen werden. In einer Höhe von 50,100 und 150 m befinden sich Außenleuchten, die regelmäßig durch die Handwerker der Papierfabrik gewechselt werden. Im Juni 2011 wurde am Schornstein eine Mündungs-entwässerung angebracht, die in der Winterperiode das Herabstürzen von Eiszapfen verhindern soll.

Quelle: Archiv Sappi Alfeld

Der untere Teil des Schornsteins im Bau (1973/74)

Nach der Fertigstellung des Schornsteins

Blick aus luftiger Höhe am Schornstein hinunter (2005)

So sieht es innen aus (2011)

Mündungsentwässerung (2011)

         

2011