Fahrschule in Alfeld

Wer erinnert sich nicht ??? Jeder hat ihn irgendwann mal gemacht, den „Lappen“. Wir hatten in Alfeld alteingesessene Fahrschulen, einige gibt es heute noch, von einigen zumindest noch den Namen.

Aber wer erinnert sich heute noch an die alte Verkehrsführung über den Marktplatz ??? Das war das Grauen. Von allen Seiten kamen irgendwie immer Autos die Vorfahrt hatten… oder auch nicht….
Mit Beginn der Stadtsanierung in den 1980er Jahren verschwanden leider/Gott sei Dank diese neuralgischen Punkte. Jeder heutige Fahrschüler hätte seine Freude daran gehabt, ich behaupte sogar, einige Fahranfänger wären damit völlig überfordert…. nun ja .. aber lassen wir das.

Ich durfte diese Prüfungstrecken noch als einer der Letzten mit „erfahren“, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich weiß noch genau wie ich auf den Prüfer wartete. Wir waren ungefähr 10 Prüflinge (so zumindest meine Erinnerung).

Ach, erzählen wir die ganze Geschichte… Diese spielt fototechnisch allerdings in den Jahren 1969 bis 1971. Ich war 1986 dran…

Hier begann meine Karriere als Kraftfahrer, in der Winzenburger Straße bei Fahrschule Peter Dittrich. Jaaaaaha, beim Peter noch selber, das glaube man. 🙂

 

Gut, damals stand da nicht „Küster“ dran sondern Fahrschule Peter Dittrich.

Vom kleinen Parkplatz des Hallenbades ging es dann los. Die erste Hürde war schon mal das Verlassen des Parkplatzes. Meine Gott, alle hatten Vorfahrt…

Meistens ging es dann nach links in Richtung Seminarstraße, so weit so gut…

     

 

 

… denn hier ging es eigentlich nur geradeaus, rechts vor links gab es zu der Zeit noch nicht, also freie Bahn mit Marzipan in Richtung „Über der Kirche“ und „Marktplatz“
Aber irgendwie spürte ich, dass das alles nicht so einfach sein kann…. Schaut es Euch an, vielleicht kommt dann die Erinnerung wieder.
Früher war man auch schon sehr flott unterwegs, wie der kurze Film zeigt…. (übrigens, beim Bully ist das linke Bremslicht defekt)

 

 
Irgendwann hatte man dann das sadistische Ziel des Fahrlehrers erreicht: den MARKTPLATZ. Tausende Variationen von abknickender Vorfahrt, Vorfahrt gewähren Fußgängerüberwegen und und und… Erinnert Ihr Euch noch ??? Lasst die Bilder auf Euch wirken.
Naaa ??? Wieviel Zebrastreifen waren es ??? Sage und schreibe 6.

 

Nun zeige ich Euch die Verkehrssituation nochmal anhand eines kleinen Films…

 

 
Es gabe damals folgende Möglichkeiten vom Marktplatz weg zu kommen:

… über die Holzer Straße, wie eben schon im Film gesehen …

… die Perkstraße …

… oder die Obere Mühlenstraße hoch. Aber nicht immer, denn ab und an hat der alte Vennekold dort mal seine Schlepper zerlegt.

     

sach ich ja, wie hier in der Bismarckstraße.

Man konnte auch noch über den Mönchehof zurück zur Fahrschule fahren, das war ne Abkürzung. Wenn Du die fahren musstest warst Du in Sachen Führerschein eigentlich erledigt…

Oder einen „Innenstadtrundkurs“ fahren. Den Klinsberg hoch…

… nicht einfach, da links immer noch lustig geparkt wurde.

       

 

Durch die Leinstraße konnte auch noch gefahren werden. Da konnte man nach rechts immer noch in folgende Straße flüchten:

 

 

Südwall (fiese Ecke, man musste sich regelrecht vortasten)

Paulistraße

Kurze Straße

und wieder die Marktstraße rauf. Das wurde immer gerne genommen. Denn wenn Du hier ein zweites Mal langfahren musstest, gab Dir der Prüfer nochmals die Chance den hier begangenen Fehler nicht zu wiederholen.

       

 

Verlassen wir die Innenstadt und widmen uns nicht weniger gemeinen Verkehrsführungen der damaligen Zeit:

 

Uuuuuuh, Föhrster Straße, herrlich.

Landrat-Beushausen-Straße. Heute auch noch eine „schöne“ Ecke

Jaaa, auch sehr schön. Vonne Berliner Straße auffen Sindelberg, uiiih.

Schlehbergring, auch sehr nett.

       

Wer den Fahrlehrer ärgerte wurde sofort mit mehrmaligem wiederauffahren auf die B3 bei Gerzen bestraft…

 

Der Bahnhofsbereich war auch immer für eine Überraschung gut.

Und der Perkwall …

… mit seiner unübersichtlichen Zufahrt zur Burgfreiheit erst… Wurde auch gerne von „fremden“ Fahrschulen genutzt wie man sieht…

     

Selbst im Winter wurde keine Rücksicht auf den armen Fahrschüler genommen.

 

 

Ich könnte noch stundenlang weitere „Fahrschülerquälbeispiele“ zeigen. Aber irgendwann war es auch bei mir soweit…
Nach kleineren Unfällen, einem Fahrlehrer am Rande des Suizides, war es dann soweit …

 

 

Ich hielt meinen Lappen in den Händen. Er war nicht schön, eher hässlich. Aber das Schlimmste war die Farbe:
PINK – SCHWEINCHENPINK.

Denn meinen alten grauen Lappen musste ich leider abgeben ….

Und: Mit Zusatz, dass beim fahren passende Gläser zu tragen sind. Wie jetzt ??? Entweder lenken oder Gläser tragen… :-)))

Ich hoffe, Euch hat diese kleine Geschichte ein wenig gefallen. Bis auf ein paar kleine Ausnahmen hat diese sich auch so zugetragen.

Ich danke meinem alten Fahrlehrer Peter Dittrich für seine Geduld und selbstverständlich auch für die oben gezeigten Fotos.