Erzählt von Anneliese Peck
Erzählt von Fritz Vorkefeld
Erzählt von Hans Poppe
Erzählt von Schreibfreunden
Die St.-Nicolai Kirche
St. Elisabeth
Die Alfelder Badstuben
Ein altes Haus erzählt
Die Ölmühle
Seile aus Alfeld
Der Brudermörderstein
Fast verhaftet !
Mein 1. Schuljahr 1917/1918
Als wir das Jahr 1919 einbliesen
Als wir noch in der Leine badeten
Meine Kindheit in der Firma Ruhe
Der Völkerbund
Mutter Hage aus Kamerun
August Blickwede
Die Hasselberg-Streiche 1
Der Justizwachtmeister

Seile aus Alfeld

Seile aus Alfeld

Alfeld hatte früher eine Seilerei. Der Betrieb lag im Perk in der Nähe der heutigen Goethestraße. Hier arbeiteten 20 bis 25 Seiler. Sie stellten Hanftaue, Leinen, Stricke und Bindfäden für Handwerk, Landwirtschaft und Fabriken her. Die Firma lieferte ihre Waren an Kunden im ganzen norddeutschen Raum. Sogar Segelschiffe, die von Bremen aus in See stachen und alle Weltmeere befuhren, waren mit Tauwerk aus Alfeld ausgerüstet.

Seit 1822 gehörte die Seilerei der Familie Hasselberg. Carl Hasselberg, 1798 in Ostpreußen geboren, ging als Geselle auf die Wanderschaft. So war es damals fester Brauch. Sein Weg führte ihn nach Alfeld. Hier heiratete er die Tochter des Seilereibesitzers Tappert. Seine Söhne und Enkel führten die Seilerei mit Erfolg weiter.

Die Firma Hasselberg hat beide Weltkriege überstanden und existiert noch heute. Der Seilerberuf ist heute jedoch ausgestorben. Die Seile werden heute maschinell gefertigt. Früher bestanden alle Seile aus Hanf, der asiatischen Faserpflanze, heute wird mehr und mehr Kunststoff verwendet. Den Bindfaden von damals hat heute das Tesaband abgelöst. So ist die Firma Hasselberg von der Seilerei zur Fachgroßhandlung für moderne Verpackungsmaterialien geworden. Nur noch einige historische Bilder im Büro des Geschäftshauses in der Holzer Straße erinnern an die alte Zeit.

Quelle: Elisabeth Koch aus Alfelder Geschichten, 1983








Druckbare Version